Google AdWords jetzt mit indirekter “Always above the fold”-Option

Mär 5th, 2010 | By admin | Category: Display Marketing / Banner Advertising, News & Pressemitteilungen, Suchmaschinenmarketing SEM

Eines Berichts der Internetworld zufolge bietet Google AdWords für Keyword-Advertising-Kampagnen, die innerhalb des Content-Netzwerks (sprich via Google AdSense auf nicht-Google-Webseiten) ausgeliefert werden, nunmehr eine interessante Option, die vor allen Dingen für Kampagnen nützlich sein dürfte, deren Ziel “Branding” ist. So könne man für eine Kampagne im Anzeigennetzwerk die Auslieferungsoption “Below the fold” deaktivieren. Dies führt dann dazu, dass die Anzeige immer im für den Surfer sofort sichtbaren Bereich des Browsers sichtbar ist. D.h.: der Surfer sieht die Anzeige sofort beim Aufruf der Website, ohne scrollen zu müssen. Dies ist einerseits möglich, weil Google die gewählte Bildschirmauflösung und gewählte Fenstergröße des Browser erkennen kann. Auf der anderen Seite setzt die Nutzung dieser Kampagnen-Konfiguration natürlich entsprechend hohe Gebote voraus, da “above the fold” ja weniger Werbeplätze zur Verfügung stehen und sich der Bietwettkampf der Werbekunden damit verschärft.

Interessant ist diese Art der Kampagnen-Konfiguration für allen Dingen für die Kampagnen, die auf Markenbildung (Branding) abzielen und daher in erster Linie Reichweite und Sichtbarkeit der Banner wünschen. Klicks sind zwar auch hier erwünscht und müssen entsprechend bezahlt werden, entscheidend ist aber die Tatsache, dass eine “Ad Impression” (Bannereinblendung) auch tatsächlich zu einem Sichtkontakt führt. Dies verspricht zwar noch nicht, dass der Surfer die Anzeige und ihre Botschaft auch tatsächlich wahrgenommen hat, geschweige denn darauf klickt. Für viele Werbekunden ist dies dennoch interessanter, als z.B. 1.000.000 Ad Impressions in der Statistik zu haben, diese Impressions aber am Seitenende einer traffic-starken Website generiert wurden, weil man hier nicht zwingend davon ausgehen kann, dass jeder Surfer nach dem Aufruf einer konkreten Webseite bis zum untersten Ende dieser Seite scrollt, sondern das Lesen des Artikels bereits nach der Hälfte abbricht.

So gesehen lässt sich mit der Deaktivierung der Auslieferungsoption “Below the fold” sowohl die Qualität und der Nutzwert einer Kampagne für den Werbekunden verbessern - und Google wird für die Top-Ad-Positionen noch mehr Erlöse einnehmen können (André Moritz).

[Zum Begriff "Above the fold": Dieser Begriff kommt aus der Printwelt und bezeichnet Anzeigen, die über dem Zeitungsknick abgedruckt werden, z.B. über oder neben dem Titel der jeweiligen Zeitung. Above the fold-Anzeigen haben den Vorteil, dass sie schon am Kiosk im Zeitungsständer gesehen werden, oder wenn der Käufer die Zeit in der Standard-Orientierung und -Faltung auf dem Schreibtisch liegen hat.]

Tags: , , ,

Leave Comment

You must be logged in to post a comment.